Apothekenalltag.
Der Mann, der genau wusste was er wollte.
Ein Mann betritt die Apotheke, steuert zielgenau auf mich zu und grinst mich an.
Ich hole Luft und will ihn fragen was er möchte, als er mir ins nicht gesagte Wort fällt:
„Einmal Talcid bitte. 20 oder 50? 20 bitte. Was bin ich ihnen schuldig?“
Alles was mir übrig blieb, war blöd zu gucken, ihm die Packung zu reichen und das Geld zu kassieren. Eigentlich wäre es von Vorteil, wenn jeder so genau wüsste was er will. Wäre manchmal wirklich einfacher.
Die Frau, die mit ihrem Körper im Einklang war.
Man stelle sich folgende Situation vor:
Eine kleine, zierliche Frau steht vor dem HV-Tisch und wartet auf die Kollegin die gerade nach hinten verschwunden ist um ihr einen Tee abzufüllen. Meine Wenigkeit hat gerade jemandem die Medikamente über den HV gereicht und brav Auf Wiedersehen gesagt und ist auf dem Weg zurück in die Katakomben. Plötzlich spricht die Dame mich an und bitte mich, ihr doch eine Flasche Umckaloabo zu reichen. Ich frage welche Packungsgröße, sie sagt es ist ihr egal. Ich reiche ihr eine der Flaschen und will schon nach hinten gehen um Bescheid zu sagen, dass die Dame zu dem Tee zusätzlich noch Umckaloabo mitnimmt, als sich komisches vor meinen Augen abspielt. Die Dame nimmt die Flasche, hält diese gegen ihren Oberschenkel, schließt kurz die Augen, stellte die Flasche auf den HV zurück und sagt einfach nur: „Danke. Das kann ich nich mitnehmen.“ Mein Erstaunen über dieses Verhalten muss ich wohl nicht erläutern. Ich grinse also in mich hinein und raune meiner Kollegin noch zu, dass ich ihr unbedingt was erzählen muss als diese wieder nach vorne verschwindet. Kurz darauf ist die Dame gegangen und meine Kollegin kommt mit einem verdutzten Gesicht zurück. Grund: Die Dame bat darum auch erst einmal den Tee an ihren Körper halten zu dürfen und klemmte die Tüte mit den armen Holunderblüten zwischen ihren Oberschenkeln ein. „Der ist gut. Den nehm ich.“, war ihr Fazit.
Was tut man in solch einer Situation? Man guckt erstmal doof, glaubt das es sowas gar nicht geben kann. Merkt aber dann doch recht schnell, dass es gerade vor den eigenen Augen passiert ist und dann kann man sich vor Lachen kaum noch halten.
An solchen Tagen liebe ich meinen Beruf über alles.
Und irgendwann kommt der Tag an dem ich alles zusammen tragen werde, um einen Bestseller zu verfassen.

ich schmeiß mich weg!! das ist doch nicht dein ernst, oder? was bringt es, sich dei sachen ans bein zu halten. oder sogar zwischen die oberschenkel. stimuliert der tee? bitte teste das doch einmal an dir und berichte mir die wirkung. das interessiert mich jetzt ja doch brennend
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:-*