Zurück gedacht. II
Heute vor einem Jahr saßen wir vielleicht gerade im Riesenrad oder vielleicht hast du auch deine Wurst gegessen und anschließend gab es diese Pommes mit den komischen Soßen. Vielleicht sind wir aber auch einfach nur Hand in Hand über den Ostermarkt gelaufen und fanden es toll, dass 4 Tage vor uns lagen in denen wir nur uns hatten. Ich kann mich an keine genauen Zeiten mehr erinnern. Nur noch, dass mein Zug heute vor einem Jahr um 19:14 Uhr im Bremer Hauptbahnhof eingefahren ist und ich so unendlich froh war, dich wieder zu sehen.
Ich weiß noch, dass ich mich noch Wochen später darüber geärgert habe, dass ich dich an diesem Abend nicht einfach geküsst habe als du so dicht vor mir gestanden hast und wir uns über das Opferkind lustig gemacht haben. Ich weiß noch, dass du behauptet hast, dass das Feuerwerk welches zur Eröffnung des Ostermarktes statt gefunden hat, eigens nur für mich wäre und das du das alles organisiert hättest.
Seit drei Wochen ist mir nun klar, dass all die Hoffnung, dass sich unser momentanes Verhältnis nochmal ändert, sich nicht erfüllen wird. Seit über drei Wochen hab ich nichts von dir gehört. Ich hab mich daran gewöhnt. Es gibt da jemand anderes. Aber trotzdem kann ich dich nicht vergessen. Und gerade in dem Moment, in dem ich mal nicht an dich denke holst du dich selbst in meine Gedanken zurück in dem du mir eine SMS schreibst. Du sagtest mir, dass du bei Ikea bist und mal wieder günstig isst. Jeder andere hätte sich gefragt was das für ein Schwachsinn ist. Ich wusste, dass du in dem Moment an mich gedacht hast… Warum, wissen nur wir beide.
Ich weiß nicht wie lange es dauern wird, bis ich Fotos von dir sehen kann, ohne das sich dieses komische Gefühl in der Magengegend breit macht. Ich weiß nicht, wie lange es dauern wird, bis mich deine SMS nicht mehr aus der Fassung bringen. Ich weiß nicht, wie lange es dauern wird, bis ich nicht mehr ständig an dich denken muss. Ich weiß nicht, wann ich endlich wieder über uns schreiben kann, ohne das sich gleich Tränen hervor stehlen.
Denn obwohl ich glaube, dass ich so langsam an dem Punkt angekommen bin, an dem es für mich alles realistisch erscheint, weiß ich, dass es ewig dauern wird, bis mein Herz wieder frei ist.
Ich vermisse dich.

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